Beruf und Berufung

Vom Beruf zur Berufung - Wie Du Dich selbst verwirklichen kannst

Du arbeitest in einem Job, in dem Du unzufrieden bist? Du erhältst in Deinem Job nicht genügend Geld? Oder Du bist auf Arbeitssuche? Falls eine dieser Aussagen auf Dich zutrifft, solltest Du unbedingt weiterlesen!

Arbeit oder Beruf/Berufung?

Viele Menschen, wenn nicht sogar die meisten Menschen arbeiten in einem Beruf, in dem sie nicht wirklich glücklich und erfüllt sind. Sie trennen zwischen "Arbeit" und "Freizeit", wobei ihre "Arbeit" die Hauptfunktion hat, genügend Geld für das tagtägliche Überleben einzubringen und den Puffer zu schaffen, in der "Freizeit" endlich das tun zu können, was sie immer schon tun wollten. Viele Menschen sprechen sogar davon, dass ihr Leben erst dann richtig beginnt, wenn sie in Rente sind. Wie "verdreht" eine solche Sichtweise ist, wird erst deutlich, wenn wir uns über die dahinter stehende Bedeutung dieser Sichtweise Gedanken machen.

Selbstverwirklichung in der Berufung

Das Wort "Beruf" hat nämlich etwas mit "Berufung" zu tun. Ich übe einen Beruf aus, der für mich gleichzeitig Berufung ist, oder umgekehrt: Was meine Berufung ist oder was ich als meine Berufung fühle, das mache ich zu meinem Beruf.

Demgegenüber steht der Begriff "Arbeit". Mit "Arbeit" verbinden wir in unserem Gefühl etwas Anstrengendes, etwas, was uns Kraft und Mühe kostet und was keine Freude macht, unangenehm ist. Umso unangenehmer, umso mehr (Schmerzens-)Geld sollte uns diese Arbeit dann einbringen, damit wir uns anschließend wenigstens in unserer Freizeit ausleben können.

Es ist also kein Wunder, warum Menschen, die "arbeiten", anstatt ihrer "Berufung" zu folgen den größten Teil ihres Lebens unglücklich oder zumindest unzufrieden sind. Üben wir jedoch einen Beruf aus, der mit unserer Berufung identisch ist, dann empfinden wir diesen Beruf nicht als "Arbeit", sondern wir lieben jeden Moment, in dem wir die Tätigkeiten unserer Berufung verrichten. Der Beruf wird gleichzeitig zu unserer "Freizeit", denn er gibt uns die Kraft, die Energie, die Erfüllung, die wir, wenn wir "nur arbeiten" eben sonst nur außerhalb des Jobs finden können.

Impulse zur Verbesserung Deiner Situation

Wenn Du eine Arbeitsstelle hast, mit der Du Deinen Unterhalt verdienst, die Dir aber keine große Freude macht oder die Dich nicht erfüllt, dann gibt es zwei Möglichkeiten, wie Du Deine Situation verbessern kannst:

  1. Du änderst Deine Einstellung zu Deiner Arbeit
  2. Du arbeitest auf einen neuen Job hin, der Dir mehr Erfüllung gibt

Deine Arbeit zur Berufung machen, indem Du Deine innere Einstellung zu Deiner Arbeit veränderst

Dies ist das Erste, was Du tun solltest, denn auch wenn Du damit liebäugelst, Dir einen anderen Job zu suchen, wirst Du zumindest noch eine Weile an Deiner alten Arbeitsstelle sein. Und dann ist es wichtig, dass Du diese Zeit so positiv wie möglich gestaltest.

Tatsächlich ist Deine innere Einstellung zu Deiner Arbeit ganz entscheidend für das, was Du in Deiner Tätigkeit empfindest und wie Du diese "erfährst". Deine eigene Realität wird nämlich im Wesentlichen davon bestimmt, was Du glaubst und denkst, welche Urteile Du darüber fällst. Deine Gedanken ("Was für ein blöder Job", "Meine Kollegen sind auch ätzend", "Ich habe keinen Bock"...) erschaffen nämlich Deine "Job-Realität":

Es geht jedoch auch anders. Wenn Du beginnst, jeden Arbeitsschritt mit Achtsamkeit und Liebe - ja, Du liest richtig: LIEBE - ausführst und Deine Kollegen als Menschen, als die vollkommen göttliche Seelen erkennen, die SIE SIND, dann beginnt eine Beziehung auf der Herzensebene zu Deiner Arbeit:

Du wirst nun merken, dass die Arbeit gar nicht mehr so schlimm ist, wie sie es vielleicht vorher zu sein schien. Im Gegenteil: Du wirst feststellen, dass man es dort eigentlich ganz gut aushalten kann. Und vielleicht wandelt sich sogar Dein Gefühl zu Deiner Arbeit so sehr, dass Du merkst, dass Du dort, wo Du JETZT bist, genau RICHTIG bist.

Deine wirkliche Berufung finden

Du hast nun Deine innere Einstellung zu Deiner Arbeit verändert und sehr wahrscheinlich die Erfahrung gemacht, dass Du Dich dort nun viel wohler fühlen. Es kann gut sein, dass Du an dieser Stelle gar nicht mehr nach einem neuen Job suchen musst, weil Du nun so, wie es ist zufrieden bist.

Solltest Du trotzdem merken, dass Dein aktueller Job nicht mehr dem entspricht, WAS DU BIST, dann geht es nun darum, Deine wirkliche Berufung zu erkennen. Als Erstes solltest Du Dir bewusst machen, dass alles, was Du bislang in Deinem Leben erfahren, in Schule, Ausbildung und Studium gelernt oder in Deinem bisherigen Jobs erlebt hast wichtige Puzzle-Stücke für Dich sind, um eben zu Deiner wahren Berufung zu finden. Alle Deine bisherigen Erfahrungen - und dazu zählt auch das, was Dir Dein Elternhaus mitgegeben hat - hat Dich dorthin gebracht, wo Du nun stehst. Diese Erfahrungen haben Dir gezeigt, welche Qualitäten und Fähigkeiten Du hast. Sie haben Dir geholfen, weitere Qualitäten und Fähigkeiten zu entwickeln und zu fühlen, was Dir besonders viel Freude macht. Diese Erfahrungen sind Dein Kompass zu Deiner wahren Berufung!

Erfolg und finanzielles Auskommen in der Berufung - Ein Spiegel Deines SEINS

Wenn Du in Ihrem alten Job eine neue Zufriedenheit erlangt, einen neuen Job gefunden oder Deine eigene Tätigkeit erschaffen hast, solltest Du nicht den Fehler machen, das, was Du TUST mit Deinem SEINS-Zustand zu verwechseln. Insbesondere solltest Du nichts TUN, damit eine bestimmte ERWARTUNG erfüllt wird (Erfolg, Geld...). Damit verlierst  Du nämlich Dein SEIN aus dem Auge und kommst wieder in einen Mangelzustand hinein. Die Gedanken "Ich will mehr Erfolg" und "Ich will mehr Geld" als Triebfeder für Dein TUN führen nämlich gemäß den universellen Schöpfungsprinzipien dazu, dass Du genau das in Dein Leben ziehst: den Mangel an Erfolg (deshalb willst Du mehr Erfolg) und den Mangel an Geld (deshalb willst Du mehr Geld). Hast Du nämlich von beidem genug, so denkst Du nicht mehr "Ich will mehr Erfolg / mehr Geld", sondern "Ich habe Erfolg / Geld".

Das, was Du (Deine Seele) mit Deiner Berufung bezweckst, nämlich das Erfüllt-SEIN, das kommt ausschließlich aus Deinem SEINS-Zustand. Und der wird durch das geprägt, was Du während der Ausübung Deiner Berufung oder beim Gedanken an Deine Berufung FÜHLST. Aus diesem GEFÜHL heraus entsteht nämlich automatisch ein innerer Drang, das, was Du TUST gut zu machen. Du wirst alles, was mit Deiner Berufung zusammen hängt LIEBEN und deshalb jedem einzelnen Schritt Deine ganze Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und LIEBE geben - und es wird vollkommen sein.

Aus dieser Vollkommenheit heraus, und aus dem Wunsch Deiner Seele, sich selbst in Deiner Berufung zu ERFAHREN, kommt automatisch der Erfolg - denn der SEINS-Zustand zieht den SEINS-Zustand an, erzeugt noch mehr von diesem SEINS-Zustand, um die ERFAHRUNG Deines SELBST noch mehr zu intensivieren.

Letztendlich ist es also gleich, wo Du arbeitest und was Du arbeitest, solange Du das, was Du tust mit Deiner ganzen Liebe und Hingabe tust - als Spiegel dessen, was Du bist: LIEBE, HINGABE, VOLLKOMMENHEIT.

Und Du kannst dies alles auf Dein gesamtes Leben übertragen: Mache Dein Leben zum Spiegel Deiner LIEBE, HINGABE und VOLLKOMMENHEIT, und Du wirst in Deinem Leben nur noch LIEBE, HINGABE und VOLLKOMMENHEIT erfahren!

Bildquellen: © www.fotolia.com # 42724436, "conference hall", Dmitry Vereshchagin

Drucken