Die Corona-Krise und die Frage nach dem Wesentlichen im Leben

Verfasst von Martin Heinz. Veröffentlicht in Spirituelles Wachstum

Neues BewusstseinDie Welt befindet sich inmitten einer existenziellen Krise. Einer Kirse? Nein, denn es sind viele Krisen, die uns derzeit zu schaffen machen: Die Kriege um Macht, Einfluss und Ressourcen und die Flüchtlingskrisen, die durch diese Kriege ausgelöst werden; die Kriege um wirtschaftliche Monopole und Geld und die sozialen und ökologischen Krisen, die dadurch ausgelöst werden; die Kriege um persönliche Macht und individuellen Einfluss und die zwischenmenschlichen Krisen, die dadurch ausgelöst werden usw. 

Wir alle sind mehr oder weniger daran beteiligt, kollektiv eine Welt zu erschaffen und wiederzuerschaffen, die dem Leben nicht dient, sondern im Gegenteil, wirkliches Leben, wirkliche Entfalrung und Freiheit mehr und mehr unmöglich macht. 

Sollten wir an dieser Stelle nicht innehalten und einmal darüber nachdenken, was wirklich wesentlich im Leben ist? 

Die Corona-Krise und die darin liegende "Chance" für das Miteinander

Gerade die durch die Covid19-Pandemie ausgelöste weltweite Krise (die "Corona-Krise") zwingt uns durch die damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen dazu, uns wieder nach Innen zu wenden und intensiv über das Leben nachzudenken. Sie zwingt uns dazu, weil die äußeren Zerstreuungen in Freizeitaktivitäten gerade zu dieser Zeit weigehend unterbunden sind und wir daher genötigt sind, uns mehr im Kreis unserer engsten Familie aufzuhalten und uns mit uns selbst zu beschäftigen.

Ja, wir könnten nun ausweichen und eine Zerstreuung über das Internet, über Video-Streaming oder sonstige Online-Aktivitäten suchen. Wir könnten aber auch den so entstehenden "leeren Raum" nutzen, um uns selbst wieder bewusst wahrzunehmen und zu spüren. Wir könnten wieder mehr mit unserer Partnerin/unserem Partner oder unseren Kindern reden, wirklich sprechen, wirklich miteinander komunizieren. Wir könnten aufhören, äußere Zerstreuungspläne zu sammeln und stattdessen beginnen, uns gegenseitig wieder als Menschen und als Seelen wahrzunehmen. 

Nicht einmal von unseren Freunden müssen wir getrennt sein: Wir können miteinander telefonieren, uns schreiben, wirklich einmal die Zeit nehmen, uns wirklich gegenseitig wahrzunehmen und zuzuhören, anstatt nur nebeneinander irgend einer Tätigkeit nachzugehen.

Mit wem von Deinen Freunden hast Du schon lange nicht mehr gesprochen? Wem von Deinen lieben Verwandten hast Du schon lange keinen echten Brief mehr geschrieben? Wie lange hast Du Dir nicht mehr die Zeit gegönnt, einfach Ruhe zu spüren, nach Innen zu gehen und beispielsweise zu meditieren - oder einfach auch nur ein gutes Buch zu lesen?

Die Corona-Krise und die darin liegende Chance für eine Reformierung der Weltwirtschaft

Die zweite Chance der Corona-Krise liegt darin, dass wir einmal bewusst wahrnehmen, was in unseren heutigen Wirtschaftssystemen "falsch" läuft. Wir werden nahezu mit aller Macht auf die offensichtlichen Schwachstellen unserer Sozial- und Wirtschaftssysteme gestoßen:

Unsere Welt, unsere kollektive Ethik stellt alles auf den Kopf. Das, was dem Leben schadet und mit maximaler Rücksichtslosigkeit erreicht wird, erzeugt den höchsten (finanziellen) Profit, während das, was für ein menschliches Miteinander und für das wirkliche Leben wichtig und wesentlich ist, zumeist nur ein Einkommen am Eistenzminimum (oder darunter) ermöglicht. Was die Seele nährt, wird am geringsten gefördert, während das, was das Ego nährt, maximal unterstützt wird!

Was wäre, wenn stattdessen die Gehaltsstrukturen umgestellt würden, wenn plötzlich die Menschen, die den wertvollsten Beitrag für das Leben selbst leisten, die beste Bezahlung erhielten? Was wäre, wenn alles Lebensnotwendige (und ich meine damit nicht nur das ÜBERlebensnotwendige) für alle Menschen gleichermaßen verfügbar wäre, wenn niemand mehr für seine Daseinsberechtigung "zahlen" müsste? Wenn Wohlstand nicht mehr durch Ausbeutung erzwungen sondern durch gemeinsames echtes (!) Teilen aller Ressourcen gewonnen würde?

Die Corona-Krise und die darin liegende Chance für pirituelles Wachstum

All diese Krisen, die wir derzeit weltweit erleben: Die Klimakrise, die ökologische Krise, die Flüchtlingskrise, die Wirtschaftskrise und nun die Corona-Krise zeigen uns: Wir sind alle EINS! Denn: All diese Krisen treffen uns alle gleichermaßen - global - und das unabhängig von Alter, Geschlecht oder Rasse.

Diese Krisen sind so universell, dass sie - letztendlich - auch die Reichen treffen wird. Denn nicht die Reichen sind es, die auf unserem Planeten die eigentliche Wertschöpfung ermöglichen, sondern all die "normalen" Menschen, Menschen wie Du und ich, die tagtäglich ihren Teil für das Ganze leisten. Wird diese Masse der Menschen, der Wertschöpfenden geschädigt, so bricht letztlich alles zusammen. 

Dazu muss es nicht erst zu einer Corona-Pandemie kommen - wir sehen das bereits an unserer Umwelt und ihrer Schädigung durch die menschengemachte Verschmutzung und Vergiftung. Täglich verlassen Tausende von Lebensformen für alle Zeiten unseren Planeten, weil wir Menschen ihren Lebensraum, ihre Lebensgrundlage zerstören. 

Wir sind also nicht unabhängig voneinander, nicht getrennt voneinander. Wir sind in Wahrheit EINS, vollkommen abhängig voneinander, von allem Leben auf der Erde und vom ganzen Universum. 

Alles, was wir denken, entscheiden und tun, hat unmittelbare Konsequenzen für alles Leben und damit für uns selbst!

Wir sind wie ein einziger Organismus, von dem jeder Einzelne von uns ein Organ, eine Zelle bilden. Nur in Gemeinschaft, in konstruktivem Miteinander, in dem jeder einzelne seine ureigenste Lebensaufgabe bewältigt und seinen wahren Platz gemäß seiner wirklichen Begabung, seines wahren Potenzials einnimmt, kann dieser Gesamtorganismus erblühen und wirklich leben.

Doch wenn jeder Teil dieses Organismus, jedes Einzelorgan, jede Zelle sich dazu entscheidet, "sein/ihr eigenes Ding" zu machen um maximal viel Energie vom Umfeld abzuziehen, dann beginnt alles unkontrolliert und unabhängig voneinander zu wuchern: Es entsteht Krebs, der "Krebs der menschlichen Gesellschaft", der heute so viel Unheil weltweit verursacht. 

Alles ist EINS heißt: Wir alle sind voneinander abhängig

Das heißt: Es kommt auf jeden einzelnen von uns an. Es muss jedem einzelnen von uns gut gehen, damit es der Gemeinschaft, dem Ganzen gut gehen kann. Und umgekehrt: Jeder einzelne von uns trägt Verantwortung für das Ganze, dient mit seinem Leben letztendlich im höchsten Maß dem Ganzen - aber eben nur dann, wenn er sein Leben dem Wohl des Ganzen widmet, und nicht nur dem persönlichen Vorteil auf Kosten des Ganzen.

Wir haben nun die große Chance, in dieser Krise zu erkennen, was EINS-SEIN wirklich bedeutet, und welche Konsequenzen daraus entstehen. Wir haben die Chance, das EINS-SEIN in unserem Leben zu verwirklichen, es wirklich und wahrhaftig zu erfahren, und damit zu einem neuen Gefühl von Ganzheit, Geborgenheit und "Zuhause-Sein" zu gelangen. 

Doch dazu müssen wir aufhören, uns als "voneinander getrennt" zu glauben und in einem Konkurrenzkampf gegeneinander zu verbleiben. Wir müssen damit aufhören, alles alleine und getrennt voneinander zu versuchen und stattdessen damit beginnen, alles gemeinsam zu erreichen und zu bewältigen. Es geht um ein neues, konstruktives Miteinander anstatt um ein destruktives Gegeneinander. Es geht letztendlich um die Führung durch ein Höheres, allumfassendes Bewusstsein.

Wir dürfen jetzt demonstrieren, was das spirituelle "EINS-SEIN" wirklich bedeutet. Und haben die Chance, mit dieser Neuausrichtung in unserem Bewusstsein wahrhaft das Paradies auf Erden zu verwirklichen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir, Euch allen, uns allen einen wunderbaren Übergang in eine neue Zeit, eine Zeit, die wir nun von jetzt an gemeinsam zum Höchsten Wohl für ALLES gestalten.

Herzlichst

Martin Heinz

 

Tags: Covid19, Corona, Corona-Krise, Weltwirtschaft, Wirtschaft, Krieg, Kriege, Klimakrise, Krise, Flüchtlingskrise, ökologische Krise, systemrelevant, Berufung, Leben, Gott, EINS-Sein, Wachstum

Drucken